Volker Schopf

Wissenswertes und Interessantes

    Wenn der Geist in seiner Funktion als leitende Instanz keine Festigkeit aufweist, istder Mensch wie ein ungestürzter Wagen, der unablässig hin- und hergeschaukelt wird. Wie sollte er auch bei den unzähligen von außen auf ihn eindringenden Anregungen ohne etwas zurechtkommen, das ihn leitet?

    Aus Jinsilu

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    Wenn andre etwas Böses sagen und man widerspricht nicht, so ist es beinahe, wie wenn man an ihren Worten Gefallen fände. Wenn man an ihren Worten Gefallen findet, so ist zu befürchten, daß man sich ihnen persönlich nahe fühlt. Wenn zu fürchten ist, daß man sich ihnen persönlich zu nahe fühlt, so ist zu fürchten, daß man es selber auch so macht.

    Wenn andre etwas Gutes sagen und man drückt in seinen Mienen Mißbilligung aus, so ist es beinahe, wie wenn man an ihren Worten keinen Gefallen fände. Wenn man an ihren Worten keinen Gefallen findet, so ist zu fürchten, daß man ihnen persönlich fernrückt. Ist zu fürchten, daß man ihnen persönlich fernrückt, so ist zu fürchten, daß man sich gegen sie wendet.

    Aus LiGi

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    Im Altertum prüfte der Himmelssohn im letzten Wintermonat die Geisteskräfte, indem er Ordnung und Unordnung, Gewinn und Verlust betrachtete. Wenn die Geisteskräfte lebendig waren, so herrschte Ordnung, wenn die Geisteskräfte nicht lebendig waren, so herrschte Verwirrung. Wenn die Geisteskräfte lebendig waren, so herrschte Gewinn, wenn die Geisteskräfte nicht lebendig waren, so herrschte Verlust.

    Darum; Prüft der Edle seine Geisteskräfte, so kann er Ordnung und Unordnung, Gewinn und Verlust auf der ganzen Welt erkennen, während er in der Halle seines Tempels sitzt.

    Wenn die Geisteskräfte lebendig sind, so pflegt man die Lebensgesetze. Wenn die Geisteskräfte nicht lebendig sind, so pflegt man die Strafordnungen. Wenn Gesetz und Ordnung herrschen und dabei die Geisteskräfte nicht verfallen, das nennt man Königtum.

    Aus LiGi

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    Was sich aus dem Gesamtweltsinn (Tao) ablöst, heißt die Bestimmung. Was sich gestaltet zur Einheit, heiß das Wesen. Was sich formt durch die Polarkräfte des Dunklen und Lichten und in der Erscheinung gestaltet, heißt Geburt. Wenn die Gestaltung erschöpft und die Zahl (die Dauer) zu Ende ist, heißt das der Tod.

    Darum ist die Bestimmung (der Beginn des Wesens und der Tod) das Ende der Geburt. (Was einen Anfang hat), das hat sicher auch ein Ende.

    Aus LiGi

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    Wenn man etwas sagen könnte, aber keinen Glauben findet, so sage man es lieber nicht. So kann der Edle den ganzen Tag reden und gerät nicht in Vorwürfe, während der Gemeine oft durch ein einziges Wort für sein ganzes Leben in Schuld gerät.

    Der Edle gibt keinen ungeordneten Reden Nahrung, Göttermythen erwähnt er nicht.

    Der Edle verbreitet keine Gerüchte, er bringt die Leute nicht wegen ihrer Reden in Verlegenheit. Er tut sich nicht vor den Menschen hervor durch seine Fähigkeiten. Seine Worte haben immer einen Kern, seine Handlungen haben immer ein Vorbild. Die Anhänglichkeit an andre hat eine feste Regel.

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    Der Mensch muss eine Wahrheit für wahr halten, sprich an sie glauben, weil er nur in diesem Fall ihren Wahrheitsgehalt anerkennt. Sein individuelles Empfinden muss für den als real bzw. bewiesenen Sachverhalt sprechen, er muss daran glauben, nur dann erhält der Sachverhalt den Status Wahrheit. Er entspricht dann der Realität. Mit anderen Worten: Woran der Einzelne nicht glaubt - weil er persönlich so nicht empfindet -, das wird er nicht als Wahrheit akzeptieren, ungeachtet der vorliegenden Beweise.

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    Die Wagenlenker haben alle Pferde und Wagen, aber manche machen tausend Meilen, manche ein paar hundert Meilen. Sie unterscheiden sich darin, ob sie vorwärts- oder zurückkommen, langsam oder schnell vorankommen.

    Die Regierenden haben alle ihre Gesetze, aber manche schaffen damit Ordnung, manche Verwirrung. Sie unterscheiden sich auch darin, ob sie vorwärts- oder zurückkommen, langsam oder schnell vorankommen.

    Aus LiGi

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    Wer gut singen kann, macht, dass die Menschen seine Töne nachbilden. Wer gut lehren kann, macht, dass die Menschen seine Gesinnung nachbilden. Seine Worte sind gemessen, aber treffend, kurz, aber gehaltvoll. Er braucht selten Gleichnisse, aber er klärt auf. Das heißt seine Gesinnung auf andere übertragen.

    Aus LiGi

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    Eingesperrt Zuhause. Schweigen! Das ist ene Form zu leiden, die so schwer auf den Schultern der Menschen lastet, dass selbst die Abgehärtesten sie nicht ertragen können. Nichts schwächt den Geist mehr, nichts führt schneller in den Wahnsinn. Die Menschen werden davon verrückt, dass sie nichts hören und sagen, und haben schließlich das dringende Bedürfnis zu schreien und zu singen, um irgendetwas zu hören. Danke dafür!

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