Blog-Artikel mit dem Tag „Homo sapiens“

    Auszug aus dem Sachbuch 'Über das Wesen des Kosmos'.


    ‘Die Vernunft wird durch einen Hang ihrer Natur getrieben, über den Erfahrungsgebrauch hinaus zu gehen, sich in einem reinen Gebrauche und vermittelst bloßer Ideen zu den äußersten Grenzen aller Erkenntnis hinaus zu wagen und nur allererst in der Vollendung ihres Kreises, in einem für sich bestehenden systematischen Ganzen, Ruhe zu finden.’

    Das schrieb Immanuel Kant in seiner Schrift ‘Kritik der reinen Vernunft’, und bringt mit dieser Erkenntnis die Eigenschaft der Vernunft zum Ausdruck, der wir unsere schönsten und bedeutendsten Schriftzeugnisse verdanken. Erinnern wir uns nur der vielfältigen Schöpfungsmythen, deren mündliche Überlieferung vor Tausenden von Jahren erstmals in Keilschrift auf Tontafeln niedergeschrieben wurden. Ihre schöpferische Kraft fand Eingang in die Verkündungen der Propheten, der Philosophie der Antike, und spannt von dort ihren Bogen bis in die Neuzeit, zu den modernen Theorien der Kosmologie,

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    Ich bin’?

    „Der Geist erkennt denkend das Sein. Und indem er das Sein denkt und erkennt, weiß er zugleich sich selbst. In seinem Denken weiß der Geist sich selbst als Identität von Denken und Sein. Diese Identität ist keine punktuelle Identität, in der der Geist nur seine eigene Existenz erkennt, sondern die vollständige Selbsterkenntnis seines Wesens.“1

    Und:

    „(...) weil ein Nous, der sich täuschte, eben ohne Einsicht, also ohne Nous wäre; ein einsichtsloser Nous wäre ein Widerspruch in sich. Der Geist ist somit der Ort der zweifelsfrei gewissen Wissens: ‘Er muss also immer wissen, darf nichts je vergessen, und sein Wissen darf nicht auf vermuten beruhen, noch zweifelhaft sein, noch auch von einem anderen stammen, von dem er es gleichsam gehört hätte.“2

    Plotins Geist, der denkend das Sein erkundet, ist der bewusste Geist des Homo sapiens, des individuellen Ich bin. Auch wenn er sagt, dass es keine punktuelle Identität und somit ein kosmischer Geist ist, der in der vollständigen

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    Erkenntnis

    Die Wege zur Wahrheit sind vielfältig und so kann jede Schrift, jede Theorie nur Anregung sein zum Pfad des individuellen Weges. Ob Religion, Meditation, mystische Schriften oder wissenschaftliche Theorien dafür hilfreich sind, muss jeder Einzelne für sich entscheiden. Mit anderen Worten: Es gibt nur einen Weg, den persönlichen Weg. Was ihn auf diesen Weg führt, ihn auf der Suche, der Wanderung, begleitet liegt in seinem Wesen begründet; er muss es selbst finden, indem er sich mit sich selbst beschäftigt, den Äußerungen seines Seins nachspürt. Nur über Dich führt der Weg zur Wahrheit. Du bist der Weg und das Ziel. Bedenke: Alles ist 'Eins' und wie innen so außen.

    Wie sagt die Gnosis? Erweckung ist jederzeit möglich. Wer den Weckruf hört erkennt die Wahrheit, bzw. hat sie bereits erkannt.

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    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma?


    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma, dass das Ich bin in einem späteren Leben abtragen muss?


    Frage:

    Gibt es ein 'Ich bin'?


    Frage:

    Wenn nicht! Wozu dann ein Karma, welches das 'illusionäre Ich bin' überdauert?


    Frage: Wenn ja! Welches Karma ist im gegenwärtigen 'Jetzt' gut oder schlecht bzw. eine Wiedergeburt auslösend?


    Tathagata

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    Die Frage nach dem Ursprung des Kosmos bewegt das ‘Ich bin’ und treibt es in seinen Forschungen voran. Eingebettet in den Strom der Evolution bleiben ihm - heute wie in früheren Zeiten - nur das fraglose Akzeptieren, die moderne Wissenschaft oder die mühevolle Rückbesinnung; das Hinterfragen des ‘Jetzt’ im Geiste, die Suche nach dem Sinn und Zweck seines Daseins. Der Ursprung ist kein längst vergangenes, abgeschlossenes Ereignis, er ist jetzt und nur in seiner Ganzheitals Evolution des Kosmos verständlich. Das ‘Ich bin’ vereinigt in sich Ursprung und Gegenwart. Es ist das Produkt des Ursprungs und dessen Evolution. Nur in diesem Licht wird das ‘Ich bin’ begreifbar, erhält sein Dasein Sinn.


    Produktinformation

    • Taschenbuch: 200 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 5 (15. Dezember 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-13: 978-3734730948

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    Anhand des Buddhismus werde ich die Evolution des Kosmos beschreiben. Weshalb die Lehre Buddhas, so wird sich der eine oder andere zu Recht fragen, da der Buddha auf Fragen in Bezug auf den Kosmos, seinen Ursprung usw. nie geantwortet hat? Die Antwort lautet: Der Buddhismus kommt - meiner Meinung nach - der Evolution des Kosmos und des Homo sapiens mit seiner Sichtweise der Wirklichkeit sehr nahe. Weshalb nur sehr nahe? Antwort: Der Buddhismus hat es versäumt, die Erkenntnisse der vergangenen 2500 Jahre in seine Lehre zu integrieren, obwohl der Buddha selbst den richtigen Weg bereitete.


    Transformation! Ein Stück Papier zum Beispiel, erlangt nicht für einen bestimmten Zeitraum Existenz. Es wird nicht zu diesem Zeitpunkt in einer Fabrik hergestellt - geboren - und irgendwann verbrannt - dem Tod überantwortet. Was war es zuvor? Nichts? Kann aus Nichts ein Etwas entstehen? Bevor es Papier wurde, war es ein Baum, Wasser und Sonnenschein. All das war das Papier in seinem

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    „Höret! Das größte Problem der Spezies Homo sapiens ist dessen Komplexität. Komplexität bedingt die Beschleunigung des Prozessgeschehens sowohl des Leibes als auch der ihn umgebenden Natur, und wie ein Ich bin das mit einer zunehmenden Anzahl von Bällen jongliert, je nach Geschicklichkeit früher oder später an seine Grenze stößt und entweder einen Ball verliert oder den gesamten Ablauf ins Chaos stürzt, so gelangt auch der Homo sapiens an einen Kreuzungspunkt auf seinem Pfad und sein nächster Schritt ist ein Schritt ins Ungewisse.“


    Gesundheit und Glück

    Tathagata

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    Den Christen zufolge, besteht der Sinn des Lebens in einem gottgefälligen Leben. Was sagt die Bibel hierzu? Jesus Christus kündigte das Reich Gottes an, nicht das Paradies. Mit dem Reich Gottes wird Gottes Schöpfung vollkommen, das heißt, sie kommt zu ihrer Bestimmung, so wie Gott sie gewollt hat. Im Reich Gottes werden die Menschen in Frieden mit sich und mit Gott leben. Schließlich wird es im Reich Gottes kein Leid mehr geben, alle Tränen werden „abgewischt“ (Offb 21,4). Vom Paradies sprach Jesus nur einmal – laut Lukasevangelium gegenüber dem reuigen Verbrecher, der mit ihm gekreuzigt wurde: „Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43). Dazu später mehr.


    Folgende Worte sprach der Buddha kurz vor seinem Tod:


    „Alle bedingten Gebilde sind unbeständig.

    Sie sind Erscheinungen, abhängig von Geburt und Tod.

    Wenn Geburt und Tod nicht länger existieren,

    ist das vollkommene Verstummen Freude.“


    Und er empfiehlt dazu unteren

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    Drama in vier Teilen.


    Unsterblichkeit – Also nichts ist nach dem Tode? Allerdings bis du alles, so ist, wenn du stirbst, nach dem Tode Nichts; bist du aber nicht alles, so bleibt nach dem Tode noch alles übrig, was du nicht gewesen. Damit ist alles gesagt!

    Ludwig A. Feuerbach

    Ein an Krebs Erkrankter kann sich nicht damit abfinden, in naher Zukunft aus dem Leben zu scheiden, weil seine Krankheit schon sehr weit fortgeschritten ist. Er trägt sich deshalb mit dem Gedanken, sich so lange einfrieren zu lassen, bis Methoden erfunden worden sind, die ihm ein Weiterleben ermöglichen. Er kommt bei den Vorüberlegungen zu diesem Entschluss mit seiner Frau in Konflikt, die eine andere Auffassung über das Fortleben nach dem Tod vertritt. Aber erlässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Als er nach Jahrzehnten wieder aus dem Tiefkühlschlaf erwacht, erwarten ihn unvorhersehbare Komplikationen....

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    Strukturen des Kosmos bzw. des Unbewussten: Friedrich Nietzsche gelangte in der Zeit vor seinem Zusammenbruch zu der Erkenntnis: ‘Eigentlich habe ich immer von mir geschrieben’. Mit anderen Worten: Schreiben war und ist Dialog des ‘Ich bin’ mit dem es Bedingenden. Wie ist das zu verstehen? Beweggrund für eine Arbeit ist entweder eine Idee (Roman) oder eine Thematik (Sachbuch), die, nach mehr oder weniger umfassender Recherche niedergeschrieben wird. Im Vordergrund des Romans steht die Idee, Handlung usw., und ich bin der Überzeugung, dass im Verlauf der Niederschrift bei jedem Autor unbewusste Inhalte einfließen. In welchem Umfang, hängt von der Akribie ab, mit der er die Sätze konstruiert. Dennoch offenbart, sofern man sich die Mühe macht, jeder Roman oder Text Strukturen, die die Vergangenheit ins Licht der Wahrnehmung des ‘Ich bin’ treten lassen. Betrachten wir in diesem Zusammenhang die Märchen der Völker, ihre Mythen und die daraus erschlossene Mystik, so wird ein Weg

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    „Höret!“, sprach Tathagata. „Nicht um das Wohlergehen des Anderen ist das Ich bin liebevoll besorgt, sondern nur um des eigenen Selbst willen. Weshalb verhält es sich so? Weil der Andere sein Dasein bedrohen könnte, sorgt sich das Ich bin um dessen Wohlergehen, in der Hoffnung, dass er sein Dasein achte und in schlechten Zeiten verschone. Die Liebe zum Anderen als Ausdruck erweiterte Selbstliebe.“

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    Die Hinrichtung war den beiden gewiss. Der Sultan von Persien hatte die beiden Männer soeben zum Tode verurteilt. Da ging der Eine hin und bot dem Sultan an, seinem Lieblingspferd binnen eines Jahres das Fliegen beizubringen. Im Gegenzug möge er ihm das Leben schenken.

    Dem Sultan gefiel die Idee sehr, der einzige Mann auf Erden zu sein, der auf einem fliegenden Pferd reiten kann - also willigte er ein.

    Da sprach der zweite Todgeweihte zu seinem Freund: "Was tust du da? Du weißt doch, dass Pferde nicht fliegen können!" Darauf antwortete der Erste: "Trotzdem habe ich mir vier Chancen geschaffen: Erstens könnte der Sultan im kommenden Jahr sterben; zweitens könnte das Pferd sterben; drittens könnte ich sterben und viertens könnte das Pferd tatsächlich fliegen lernen."

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