Blog-Artikel mit dem Tag „Homo sapiens“

    „Verlässt das ‘Ich bin’ im Schlaf seinen Leib und kündet der Traum von dessen Erfahrungen oder ist er wie der Frühnebel über den Wiesen und Feldern oder der Rauch des Feuers ein sich schnell auflösendes Gespinst, dessen zufällige Strukturen dem ‘Ich bin’ als Folge von Bildern zur Erscheinung gelangen? Bitte, verehrter Tathagata, belehre mich hierüber“, sprach der Schüler zu Tathagata.

    „Setzt euch zu mir“, antwortete Tathagata freundlich und wies mit der Hand auf den Platz zu seiner Rechten. „Träume sind, wie das unentwegte Gemurmel von Gebirgsbächen, das leise Rascheln der Blätter im Abendwind oder der stete Strom der alltäglichen Geräusche, treue Gefährten des Leibes, und diese Anhänglichkeit wird ihnen zum Schicksal. Das Beständige sinkt leicht zum Gewöhnlichen herab, und wie die Einzigartigkeit der einzelnen Schneeflocke sich im dichten Gewand verliert, in das sie die Natur kleiden, so umhüllt der Leib das Gewöhnliche mit Unsichtbarkeit, damit es dem Ich bin nicht mehr zur

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    Es gibt ein Reich,

    wo nicht Erde noch Wasser ist,

    nicht Feuer noch Luft,

    nicht Raumunendlichkeit

    nicht Bewusstseinsunendlichkeit,

    noch Nichtsein,

    dort ist weder Wahrnehmung

    noch Nichtwahrnehmung,

    weder diese Welt noch jene Welt,

    weder Sonne noch Mond.

    Das nenne ich

    nicht Kommen, noch Gehen, noch Bleiben,

    weder Vergehen noch Entstehen.

    Ohne Grundlage, ohne Fortentwicklung,

    ohne Halt ist es:

    Dort ist des Leidens Ende.


    ( Buddha , Udana 8,1 )

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    Kali Yuga endlich, das finstere Zeitalter, hält sich lediglich auf fünfundzwanzig Prozent der vollen Kraft des Dharma. Nun triumphieren egoistische, verschlingende, blinde, ruchlose Kräfte und beherrschen die Gegenwart. Kali bedeutet das schlimmste von allem; auch 'Streit, Zank, Spaltung, Krieg, Schlacht'. Im Würfelspiel ist Kali der Verliererwurf. Während des Kali Yuga sind der Mensch und seine Welt in ihrem schlimmsten Zustand angelangt. Der moralische Niedergang wird an einer Stelle der Vishnu Purana wiedergegeben: "Wenn die Gesellschaft in einen Zustand gerät, wo Reichtum Rang verleiht, Besitz die einzige Quelle der Tugend wird, Leidenschaft das einzige Band zwischen Mann und Weib, Betrug die Grundlage des Erfolges im Leben, geschlechtliche Liebe der einzige Weg zur Freude und äußere Verwirrungen mit innerlichem Glauben zusammengeworfen werden ..." - dann sind wir im Kali Yuga, der Welt von heute.


    Heinrich Zimmer, Indische Mythen und Symbole, Diederichs Verlag 1972, S. 20f.


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    Nirvana oder das Wesen des Kosmos:

    Über das Nirvana kann man nicht sagen: 'Dies ist es' oder 'Dies ist es nicht'. Nirvana ist ohne Tod bzw. frei von allem Sterben und jeder Art Vergänglichkeit; es ist Frieden, oder frei von allen bedrückenden Störungen seiner friedlichen Stille, frei von allem Leid; sicher, oder frei von allen Bedrohungen der Sicherheit durch ein äußeres Nicht-Selbst, frei von aller inneren Selbstentfremdung.

    Nirvana das Todlose oder Unsterbliche wird nicht als Abstraktion verstanden, sondern als lebendige Realität, nicht als bloß subjektive Gemütsverfassung, sondern als etwas, das jeden individuellen Geist transzendiert. Ziel ist es, den Menschen aus seiner menschlichen Verfassung zu befreien, absolute Freiheit zu erringen, das Unbedingt (Wesen des Kosmos) zu erkennen. (Das Sanskritwort für Tod lauten mãra). Solange wir an etwas festhalten, müssen wir besorgt und unruhig bleiben.

    Nirvana ist der Kosmos, der Prozess der Schöpfung vom Fundamas bis zu dessen Ende, dem

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    Die erste, uranfängliche Ursache,werden wir nie ergründen.Stets werden wir nacheinem tieferen Grund, bzw.einer Ursache für diese Entwicklung/Theorie suchen, imGegensatz zu den Religionen,die Gott setzen und diesennicht weiter hinterfragen.So bleibt es dabei: Im Anfang war der Kosmos.

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    Gedanken eines Suchenden 1:

    Die Weisen sagen: Jedes Handeln aus dem Ego heraus ist nutzlos. Und: Die Wirkung eines egozentrischen Handelns ist Leid.
    Die Weisen sollten sagen: Jedes Handeln aus dem ‘vermeintlichen’ Ego entspringt der Erhaltung des Leibes; es ist nicht nutzlos. Und: Die Wirkung eines egozentrischen Handelns verursacht nur dann Leid, wenn es das Andere in seiner Individualität nicht achtet.
    Das Ego des Leibes ist analog der Leber oder des Herzens ein Organ des Leibes, das ihm zur Erhaltung seines Daseins dient. Wie könnte es also nutzlos sein bzw. Leid verursachen? Ohne Ego, wäre sowohl der individuelle Leib als auch die Spezies Homo sapiens längst der in zunehmendem Maße sich beschleunigten Außenwelt zum Opfer gefallen. Nur seinem Ego, der Kategorie des ‘Ich bin’, diesem besonderen Organ, verdankt er sein Überleben.

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    „Verlässt das ‘Ich bin’ im Schlaf seinen Leib und kündet der Traum von dessen Erfahrungen oder ist er wie der Frühnebel über den Wiesen und Feldern oder der Rauch des Feuers ein sich schnell auflösendes Gespinst, dessen zufällige Strukturen dem ‘Ich bin’ als Folge von Bildern zur Erscheinung gelangen? Bitte, verehrter Tathagata, belehre mich hierüber“, sprach der Schüler zu Tathagata.

    „Setzt euch zu mir“, antwortete Tathagata freundlich und wies mit der Hand auf den Platz zu seiner Rechten. „Träume sind, wie das unentwegte Gemurmel von Gebirgsbächen, das leise Rascheln der Blätter im Abendwind oder der stete Strom der alltäglichen Geräusche, treue Gefährten des Leibes, und diese Anhänglichkeit wird ihnen zum Schicksal. Das Beständige sinkt leicht zum Gewöhnlichen herab, und wie die Einzigartigkeit der einzelnen Schneeflocke sich im dichten Gewand verliert, in das sie die Natur kleiden, so umhüllt der Leib das Gewöhnliche mit Unsichtbarkeit, damit es dem Ich bin nicht mehr zur

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    Der Schlaf umfasst also alle Züge des Numinosen; er kann Furcht einflößen, aber auch erhabene Gefühle vermitteln. Er ist ein Mysterium und vielleicht der Urzustand des Lebens.

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    Auszug aus dem Sachbuch 'Über das Wesen des Kosmos'.


    ‘Die Vernunft wird durch einen Hang ihrer Natur getrieben, über den Erfahrungsgebrauch hinaus zu gehen, sich in einem reinen Gebrauche und vermittelst bloßer Ideen zu den äußersten Grenzen aller Erkenntnis hinaus zu wagen und nur allererst in der Vollendung ihres Kreises, in einem für sich bestehenden systematischen Ganzen, Ruhe zu finden.’

    Das schrieb Immanuel Kant in seiner Schrift ‘Kritik der reinen Vernunft’, und bringt mit dieser Erkenntnis die Eigenschaft der Vernunft zum Ausdruck, der wir unsere schönsten und bedeutendsten Schriftzeugnisse verdanken. Erinnern wir uns nur der vielfältigen Schöpfungsmythen, deren mündliche Überlieferung vor Tausenden von Jahren erstmals in Keilschrift auf Tontafeln niedergeschrieben wurden. Ihre schöpferische Kraft fand Eingang in die Verkündungen der Propheten, der Philosophie der Antike, und spannt von dort ihren Bogen bis in die Neuzeit, zu den modernen Theorien der Kosmologie,

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    Ich bin’?

    „Der Geist erkennt denkend das Sein. Und indem er das Sein denkt und erkennt, weiß er zugleich sich selbst. In seinem Denken weiß der Geist sich selbst als Identität von Denken und Sein. Diese Identität ist keine punktuelle Identität, in der der Geist nur seine eigene Existenz erkennt, sondern die vollständige Selbsterkenntnis seines Wesens.“1

    Und:

    „(...) weil ein Nous, der sich täuschte, eben ohne Einsicht, also ohne Nous wäre; ein einsichtsloser Nous wäre ein Widerspruch in sich. Der Geist ist somit der Ort der zweifelsfrei gewissen Wissens: ‘Er muss also immer wissen, darf nichts je vergessen, und sein Wissen darf nicht auf vermuten beruhen, noch zweifelhaft sein, noch auch von einem anderen stammen, von dem er es gleichsam gehört hätte.“2

    Plotins Geist, der denkend das Sein erkundet, ist der bewusste Geist des Homo sapiens, des individuellen Ich bin. Auch wenn er sagt, dass es keine punktuelle Identität und somit ein kosmischer Geist ist, der in der vollständigen

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    Erkenntnis

    Die Wege zur Wahrheit sind vielfältig und so kann jede Schrift, jede Theorie nur Anregung sein zum Pfad des individuellen Weges. Ob Religion, Meditation, mystische Schriften oder wissenschaftliche Theorien dafür hilfreich sind, muss jeder Einzelne für sich entscheiden. Mit anderen Worten: Es gibt nur einen Weg, den persönlichen Weg. Was ihn auf diesen Weg führt, ihn auf der Suche, der Wanderung, begleitet liegt in seinem Wesen begründet; er muss es selbst finden, indem er sich mit sich selbst beschäftigt, den Äußerungen seines Seins nachspürt. Nur über Dich führt der Weg zur Wahrheit. Du bist der Weg und das Ziel. Bedenke: Alles ist 'Eins' und wie innen so außen.

    Wie sagt die Gnosis? Erweckung ist jederzeit möglich. Wer den Weckruf hört erkennt die Wahrheit, bzw. hat sie bereits erkannt.

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    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma?


    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma, dass das Ich bin in einem späteren Leben abtragen muss?


    Frage:

    Gibt es ein 'Ich bin'?


    Frage:

    Wenn nicht! Wozu dann ein Karma, welches das 'illusionäre Ich bin' überdauert?


    Frage: Wenn ja! Welches Karma ist im gegenwärtigen 'Jetzt' gut oder schlecht bzw. eine Wiedergeburt auslösend?


    Tathagata

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    Die Frage nach dem Ursprung des Kosmos bewegt das ‘Ich bin’ und treibt es in seinen Forschungen voran. Eingebettet in den Strom der Evolution bleiben ihm - heute wie in früheren Zeiten - nur das fraglose Akzeptieren, die moderne Wissenschaft oder die mühevolle Rückbesinnung; das Hinterfragen des ‘Jetzt’ im Geiste, die Suche nach dem Sinn und Zweck seines Daseins. Der Ursprung ist kein längst vergangenes, abgeschlossenes Ereignis, er ist jetzt und nur in seiner Ganzheitals Evolution des Kosmos verständlich. Das ‘Ich bin’ vereinigt in sich Ursprung und Gegenwart. Es ist das Produkt des Ursprungs und dessen Evolution. Nur in diesem Licht wird das ‘Ich bin’ begreifbar, erhält sein Dasein Sinn.


    Produktinformation

    • Taschenbuch: 200 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 5 (15. Dezember 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-13: 978-3734730948

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    Anhand des Buddhismus werde ich die Evolution des Kosmos beschreiben. Weshalb die Lehre Buddhas, so wird sich der eine oder andere zu Recht fragen, da der Buddha auf Fragen in Bezug auf den Kosmos, seinen Ursprung usw. nie geantwortet hat? Die Antwort lautet: Der Buddhismus kommt - meiner Meinung nach - der Evolution des Kosmos und des Homo sapiens mit seiner Sichtweise der Wirklichkeit sehr nahe. Weshalb nur sehr nahe? Antwort: Der Buddhismus hat es versäumt, die Erkenntnisse der vergangenen 2500 Jahre in seine Lehre zu integrieren, obwohl der Buddha selbst den richtigen Weg bereitete.


    Transformation! Ein Stück Papier zum Beispiel, erlangt nicht für einen bestimmten Zeitraum Existenz. Es wird nicht zu diesem Zeitpunkt in einer Fabrik hergestellt - geboren - und irgendwann verbrannt - dem Tod überantwortet. Was war es zuvor? Nichts? Kann aus Nichts ein Etwas entstehen? Bevor es Papier wurde, war es ein Baum, Wasser und Sonnenschein. All das war das Papier in seinem

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    „Höret! Das größte Problem der Spezies Homo sapiens ist dessen Komplexität. Komplexität bedingt die Beschleunigung des Prozessgeschehens sowohl des Leibes als auch der ihn umgebenden Natur, und wie ein Ich bin das mit einer zunehmenden Anzahl von Bällen jongliert, je nach Geschicklichkeit früher oder später an seine Grenze stößt und entweder einen Ball verliert oder den gesamten Ablauf ins Chaos stürzt, so gelangt auch der Homo sapiens an einen Kreuzungspunkt auf seinem Pfad und sein nächster Schritt ist ein Schritt ins Ungewisse.“


    Gesundheit und Glück

    Tathagata

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    Den Christen zufolge, besteht der Sinn des Lebens in einem gottgefälligen Leben. Was sagt die Bibel hierzu? Jesus Christus kündigte das Reich Gottes an, nicht das Paradies. Mit dem Reich Gottes wird Gottes Schöpfung vollkommen, das heißt, sie kommt zu ihrer Bestimmung, so wie Gott sie gewollt hat. Im Reich Gottes werden die Menschen in Frieden mit sich und mit Gott leben. Schließlich wird es im Reich Gottes kein Leid mehr geben, alle Tränen werden „abgewischt“ (Offb 21,4). Vom Paradies sprach Jesus nur einmal – laut Lukasevangelium gegenüber dem reuigen Verbrecher, der mit ihm gekreuzigt wurde: „Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43). Dazu später mehr.


    Folgende Worte sprach der Buddha kurz vor seinem Tod:


    „Alle bedingten Gebilde sind unbeständig.

    Sie sind Erscheinungen, abhängig von Geburt und Tod.

    Wenn Geburt und Tod nicht länger existieren,

    ist das vollkommene Verstummen Freude.“


    Und er empfiehlt dazu unteren

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