Blog Articles Tagged with “Ich bin”

    Die Dinge haben Wurzeln und Verzweigungen;

    die Arbeiten haben Ende und Anfang. Wenn man

    erkennt, was früher kommt und was später, so nähert

    man sich dem rechten Weg.

    Zhu Xi, Buch der Riten

    Read More

    Bauchgefühl Teil I


    Die bewusste Wahrnehmung des Ich bin ist ein ‘Spätes’ in der Evolution des Kosmos. Es bedarf, um überhaupt in Erscheinung zu treten, einer hochkomplexen Struktur wie z. B. des Zentralnervensystems, kurz ZNS, des Homo sapiens. „Der Leib ist unser Mittel überhaupt, eine Welt zu haben“1. Diese Erkenntnis von Merleau-Ponty2 weist das Ich bin auf die Grundlage der bewussten Wahrnehmung hin, den Leib. Der Homo sapiens ist evolutionsgeschichtlich zuerst Leib. Und als Leib-Wesen ist er in seiner Wahrnehmung an das Leibliche bzw. physikalisch Reale gebunden. Somit bleibt ihm, zumindest im jetzigen Stadium seiner Entwicklung, die Einheit des Kosmos verborgen; er besitzt wahrnehmungspsychologisch betrachtet einen ‘begrenzten Gesichtskreis’. Ihm liegt damit ein verborgenes Wissen zugrunde, das bedeutsam und unbewusst ist. „Es denkt in mir3. So drückt es Merleau-Ponty aus und fügt hinzu:

    „Wollte ich infolgedessen die Wahrnehmungserfahrung in aller Strenge zum Ausdruck

    Read More

    Bei den Iden des März (von lateinisch Idus Martii) handelt es sich um eine in vielen Sprachen gebräuchliche Metapher für bevorstehendes Unheil, die auf die Ermordung Gaius Iulius Caesars am 15. März des Jahres 44 vor Christus Bezug nimmt.

    Nach Plutarch warnte der Augur Titus Vestricius Spurinna Caesar am Tage vor dem Anschlag mit den Worten: „Cave Idus Martias“ (deutsch: „Hüte dich vor den Iden des März“).

    Iden wurden Festtage genannt, die im römischen Kalender in der Monatsmitte liegen. Im Martius (März) sowie in den Monaten Maius, Quintilis und October fielen sie auf den 15., in den anderen Monaten auf den 13. Tag des Monats.

    Read More

    Die Weisen sagen: „Den Wert seines Seins kann man erst nach seiner Erleuchtung spüren, weil dieses Gefühl bis dahin vom Ego überdeckt ist.“

    Read More

    Die Todesangst, bzw. die Angst generell, ist ein Zustand des Körpers, der, sofern nicht fehlgeleitet, die Erhaltung des Leibes in Gefahrensituation fokussiert und somit zur bewussten Wahrnehmung, zur Erscheinung bringt. Das Wissen, dass das Ich bin über sein aktuales Dasein hinaus fortexistiert, ob als Information, Teil des universalen Bewusstseinsfeldes oder in Gott etc., überwindet womöglich die Furcht vor dem Tod, solange keine wirkliche Gefährdung für den Leib besteht. Das Ich bin ist ein Spätes in der Evolution und somit nicht in der Lage, die ihn erhaltenden Prozessketten und Programme aus früheren Entwicklungsstadien zu überwinden bzw. soweit zu transformieren, das sie sein Tun nicht mehr beeinflussen. Weshalb sollte das Ich bin überwinden, was ihn im Dasein zu halten bestrebt ist?

    Read More

    Jede Hypothese/Theorie lässt sich mit möglichen Beweisen untermauern.

    Keine Hypothese/Theorie lässt sich endgültig als tatsächliche Wahrheit beweisen.

    Die Nicht-Beweisbarkeit von Hypothesen/Theorien führt auf den Glauben an eine der zahlreichen Hypothesen/Theorien.

    Glaube ist abhängig/bedingt durch Prägung (Vererbung), kultureller Lebensbereich usw.

    Die Anzahl der möglichen Glaubensrichtungen wird bedingt a) Umfang des Wissens und b) die Anzahl der lebenden Menschen.

    Wahrheit bzw. der Glaube an die Wahrheit ist somit eine Relation zwischen Wissen und Subjekten; mit anderen Worten: Ein relationales Beziehungsgeflecht.

    Read More

    Wenn z. B. drei Begründungen für eine Wahrheit existieren, ist die Wahrscheinlichkeit, das die Wahrheit. eine grundlegende bzw. umfassende Wahrheit darstellt, weniger wahrscheinlich, als wenn nur eine Begründung die Wahrheit explizit beschreibt, bzw. diese begründet.

    Wahrheit an sich existiert nicht. Wahrheit ist individuell und rekrutiert sich aus dem Umfeld des jeweiligen Individuums, dessen kulturellem Umfeld, Überzeugungen etc.

    Folglich lässt sich der Kosmos, dessen Ursprung und Evolution, nur anhand von Wahrscheinlichkeiten beschreiben, die für oder gegen eine These, einen Glauben, etc. sprechen oder zu beweisen suchen.

    Je öfter eine bestehende, individuelle Wahrheit neu begründet werden muss, desto näher kommt sie ihrem Zusammenbruch bzw. wird in eine neue, umfassende Theorie eingebunden oder geht aus ihr mit Notwendigkeit hervor.

    Es geht somit nicht um wissenschaftliche Beweise (Falsifizierbarkeit, mathematische oder experimentelle Beweisbarkeit), sondern um die individuelle

    Read More

    Scheint in der aktuellen Corona-Situation ebenfalls so!


    Wo das Wort mit absoluter Autorität im Menschen wirkt, ihn durchdringt und von göttlicher Substanzialität erfüllt, sodass dabei die metaphysisch-ontologische Distanz zwischen subjektiven Erkenntnisbedingungen und objektiven Gegebenheiten verschwindet, da verliert auch die quaestio juris, also die für die Metaphysik so entscheidende Frage nach Begründung und Rechtfertigung ihren Sinn, die Frage nämlich, ob das Subjekt in seinem Denken der Wirklichkeit entspricht oder mit ihr übereinstimmt.

    Read More

    „Was ist der Sinn eines Steines?“, wollte Tathagata von seinen Schülern als Antwort auf seine Frage wissen, und als er zahlreiche Gedanken gehört hatte, sah er die Ratlosigkeit in ihren Gesichtern, worin denn in Wahrheit, bei der Vielzahl an unterschiedlichen Antworten, der Sinn des Kosmos begründet ist.

    „Höret!“, sprach er. „Sinn oder Unsinn, Wahrheit oder Lüge, Gerechtigkeit oder Unrecht, sind begriffliche Urteile des Ich bin und ebenso der Entwicklung unterworfen wie er selbst. Was in früherer Zeit als gerecht erschien, gilt heute als Unrecht, und wie schnell wird die Wahrheit als Lüge entlarvt und wandelt sich Sinnvolles in Unsinn. Ergibt Unsinn, wenn er uns im Spiel erfreut, nicht Sinn? Besitzt nicht jegliches Ding zwei Seiten? Und welche von den möglichen zwei Seiten ist gut oder böse, sinnvoll oder verwerflich?“

    „Gut ist, was die Gemeinschaft fördert!“, rief ein Schüler und ein anderer war der Meinung: „Wer urteilt denn darüber, ob etwas gut oder böse sei?“

    „Das ‘Ich bin

    Read More

    „Aber was ist die Wahrheit, verehrter Tathagata?“


    „Der Kosmos“, antwortete Tathagata, „gleicht dem Menschen, der geboren wird, altert und stirbt. So wie das individuelle Ich bin sein Dasein vom Kind zum Greis vollzieht, so schreitet das Seinsfeld in seiner Entwicklung vom Niederen zum Höheren fort und demselben Gesetz unterliegt der Kosmos, dessen Transformation das Seiende in seiner Mannigfaltigkeit bedingt wie sein Fortschreiten auf dem Pfad vom Einfachen zum Komplexen.“


    „Wahrlich einfach ist die Wahrheit, verehrter Tathagata, und zugleich verschlossen wie der Mund eines Mannes, der ein Schweigegelöbnis ablegte.“

    „Er hat wahr gesprochen“, sagte ein anderer Schüler. „Ein Mirakel scheint mir die Wahrheit.“ Tathagata hob die Hand und mahnte zur Ruhe.


    Fortsetzung folgt.

    Read More

    Die Furcht vor dem Corona-Virus, diesem Numinosen, entspringt der Zeit bzw. Entwicklungsstufe, als das ‘Ich bin’ sich zu entwickeln begann, es schwach war, träumend und nur für kurze Zeit aus dem Unbewussten, dem Dunkel des Nichtseins, auftauchte. Furcht vor der Auflösung (Auslöschung) des ‘Ich bin’ ist Furcht vor dem Nicht-Sein, der Willkür des blinden Schicksals, welche das ‘Ich bin’ jederzeit vernichten kann. Trotzdem oder gerade deshalb zieht ihn das Unbewusste, der Corona-Virus an und dieser Drang bzw. die Furcht, durch ihn den Tod bzw. die Auslöschung zu erleiden, stürtzt das 'Ich bin' in Hoffnungslosigkeit und panisches Verhalten, auch wenn es jeder Vernunft entbehrt.

    Read More

    Wo das Wort mit absoluter Autorität im Menschen wirkt, ihn durchdringt und von göttlicher Substanzialität erfüllt, sodass dabei die metaphysisch-ontologische Distanz zwischen subjektiven Erkenntnisbedingungen und objektiven Gegebenheiten verschwindet, da verliert auch die quaestio juris, also die für die Metaphysik so entscheidende Frage nach Begründung und Rechtfertigung ihren Sinn, die Frage nämlich, ob das Subjekt in seinem Denken der Wirklichkeit entspricht oder mit ihr übereinstimmt.

    Read More