Bauchgefühl Teil IV: Praktische Anleitung Teil III

  • Wie bereits in der letzten Folge angekündigt, will ich Ihnen heute die Möglichkeiten, welche sich aus der Intuition für unser Leben ergeben, an einem konkreten Beispiel verdeutlichen. Dazu muss ich ein Stück weit ausholen und Ihnen - in aller Kürze - den Begriff des ‘Seinsfeldes’ erklären.

    Den Informationsgehalt des Leibes, der unser individuelles Ich bin mit einschließt, habe ich als ‘Höheres Selbst’ bezeichnet. Er umfasst sämtliche Transformationen - also Wandlungen - die unser Leib und somit auch unser bewusstes Ich bin im Verlauf seines Daseins durchlaufen hat. Verdeutlichen lässt sich dieser Prozess mit einer Kamera oder einer Festplatte, die jeden Schritt aufzeichnet, bewahrt und für oder gegen den Leib, das Ich bin, verwendet.

    Das Umfassende des Homo sapiens, also jedes individuellen Ich bin, bezeichne ich als Seinsfeld und es stellt in erweiterter Form den Informationsgehalt des Leibes dar. In ihm sind - entsprechend des Leibes - sämtliche Transformationen des Homo sapiens seit Anbeginn seiner Evolution gespeichert. Mit anderen Worten: Das individuelle Ich bin, bzw. dessen Leib, ist bei dieser Betrachtungsweise eine Zelle im Organismus des den Homo sapiens umfassenden Seinsfeldes.

    Diejenigen der Zuhörerinnen und Zuhörer, die jetzt an die Akasha-Chronik oder die morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake denken, liegen nicht völlig falsch, nur dass ich sowohl den Informationsgehalt des Leibes als auch des Seinsfeldes nicht als reinen Speicher betrachte, sondern als interaktives System, analog dem Gedächtnis des Homo sapiens. Wer mehr über diese Thematik wissen will, den kann ich nur auf die von mir veröffentlichen Schriften verweisen.


    Die bewusste Wahrnehmung des Ich bin, also die Erkenntnisse, die der Leib in den Fokus seiner Wahrnehmung stellt und damit für das Ich bin zur bewussten Erfahrung werden lässt, umfassen nicht nur die Wahrnehmungen aus den uns bekannten fünf Sinnen, sondern auch Informationen aus dem Seinsfeld, dem Umfassenden des Homo sapiens. Analog der Empathie, die unsere Fähigkeit oder Bereitschaft bezeichnet, mit der wir die Gedanken, Emotionen etc. einer anderen Person erkennen und verstehen. Die Grundlage dafür ist - und das ist der entscheidende Punkt - die Selbstwahrnehmung gegenüber den eigenen Emotionen. Analog zu dem Prozess der Empathie nehmen wir Informationen aus dem Seinsfeld bewusst wahr, sofern wir unsere Selbstwahrnehmung in diesem Punkt trainieren bzw. unseren Leib dementsprechend konditionieren, sodass er unserem Ich bin diese Informationen zur Verfügung stellt.

    Zur Erinnerung: Informationen, die dem Ich bin als bewusste Wahrnehmung zur Erkenntnis gelangen, ermöglichen ihm - aufgrund des umfassenderen Informationsgehaltes - sein Tun in jeder Hinsicht effizienter und damit sein Leben erfolgreicher und gesünder zu gestalten.

    Das Schlagwort für diese Strategie könnte lauten: Lebe unbewusst!

    Wie ist das zu verstehen? Auf der einen Seite erheben wir das ‘Bewusstsein des Homo sapiens’, unser Ich bin, zum Non plus Ultra der Evolution bzw. des Kosmos, schwelgen in Bezug auf die sich für eben dieses Ich bin ergebenden Möglichkeiten in Superlativen und sollen es jetzt auf der anderen Seite ‘brach’ liegen lassen und uns damit den Instinkten, Trieben usw. überantworten. Bedeutet das nicht einen bewussten Rückschritt zu unseren unbewussten Ahnen?

    Bevor ich diese Frage beantworte, ein kleiner Umweg über die Versuche von Benjamin Libet und deren Interpretation. Libet fand heraus, das der Leib über sein Tun entscheidet, es initiiert, bevor es dem Ich bin als bewusste Wahrnehmung zur Erkenntnis gelangt. Anders formuliert: Dass Ich bin kann nur Einspruch erheben und das initiierte Tun unterbinden oder eben zulassen.

    In Bezug auf das Tun des Ich bin bedeutet dies: Lebe unbewusst und greife erst dann in das Tun deines Leibes ein, wenn er die Vorüberlegungen, das Ganze für und wider, abgeschlossen hat und dem Ich bin seine Entscheidung vermittelt. Diese Entscheidung sollte das Ich bin als letzte Instanz im Lichte der bestehenden Umstände prüfen und sie entweder ausführen oder verwerfen, um nur die beiden gegensätzlichen Möglichkeiten anzuführen. Die Erkundung der dazwischen angesiedelten Handlungsweisen überlasse ich dem individuellen Tun meiner Zuhörer.

    Lebe unbewusst heißt: Überantworte dich bewusst deinem Leib und dessen umfassenderen Wahrnehmungen bzw. Informationen. Weshalb sollten wir das tun? Weil unser Leib nur das Beste für sich und damit auch für unser Ich bin will. Vertrauen wir ihm, seinem Tun, dann werden wir schon bald feststellen, dass wir in jeder Hinsicht davon profitieren; es uns täglich besser geht, weil wir in zunehmendem Maße im Einklang mit unserem Leib - unseren unbewussten Informationen bzw. unserem ‘Höheren Selbst’ leben. Gesundheit, Zufriedenheit, kurz gesagt, ein erfolgreiches und erfülltes Leben, ist im Gegenzug, für das ‘blinde’ Vertrauen in den Leib, die Belohnung für das Ich bin.

    Abschließend ein Beispiel, wie das Umfassende, sowohl des Ich bin als auch des Leibes, also der Informationsgehalt des Leibes und des Seinsfeldes, das Dasein im Sinne des individuellen Ich bin konstelliert. Wer im nachfolgenden, selbst erlebten Beispiel, den Zufall bemüht, ignoriert bzw. vertraut den ihm gegebenen Möglichkeiten nicht.


    Dieses Jahr, so habe ich mir vorgenommen, wollte ich einen anderen Zugang zu der von mir behandelten Thematik erforschen und dazu einige Seminare buchen. Meiner Intuition folgend buchte ich spontan ein Seminar bei Gordon Smith, dessen Bücher ich bereits kannte, seit ich mich mit Erfahrungen dieser Art der Wahrnehmung auseinandersetze. Er liegt - wie der Volksmund sagt - auf meiner Wellenlänge.

    Bereits Wochen vorher, hat meine Lebenspartnerin mich auf eine Lesung von Galsan Tschinag, einem mongolischen Schamanen aufmerksam gemacht und für diese Veranstaltung zwei Plätze reserviert. Eine Woche vor der Lesung sagt sie beiläufig, das Galsan Tschinag in einem Nachbarort ein zweitägiges Heiler-Seminar veranstaltet. Darauf sprang ich sofort an, fragte nach, ob noch ein Platz frei sei und buchte, nach der positiven Antwort, sofort, ohne lange darüber nachzudenken.

    Bei dem Seminar lernte ich eine Frau kennen, die ich für meinen spirituellen Stammtisch gewinnen konnte, doch davon später.

    In der Woche nach dem Seminar bei Galsan Tschinag erhielt ich eine Email vom Frankfurter Ring in dem ein Grundkurs bei Jan Erik Sigdell - Ausbildung zum Rückführungsbegleiter - angeboten wurde. Wie zuvor bei Gordon Smith buchte ich dieses Seminar, weil ich a) dessen Bücher kenne und b) bereits eine ‘erfolglose’ Rückführung hinter mir habe. Dazu ist zu sagen, dass es mir - heute weniger als früher - sehr schwer fällt, im Beisein anderer Menschen über spezielle Themen zu sprechen. Deshalb verursachte der Grundkurs bei Sigdell in mir ein gehöriges ‘Grummeln’ im Magen, weil es dort sozusagen an das ‘Eingemachte’ gehen wird.

    In dieser Phase fiel mir die Visitenkarte der Frau in die Hände, welche ich bei Galsan Tschinag kennengelernt hatte und auf der auch der Name ihrer Homepage verzeichnet war. Kurzer Rede, langer Sinn: Sie führt unter anderen Behandlungsmethoden auch Rückführungen durch und mit einem Schlag wich meine Besorgnis - das Grummeln im Magen - einer tiefen und entspannenden Erleichterung. Ich wusste, sie würde mir helfen und ... alles war gut.


    Dies ist nur ein Beispiel, wie das Umfassende des Ich bin dessen Dasein erfolgreich gestaltet, sofern wir ihm das notwendige Vertrauen entgegen bringen oder mit anderen Worten: uns der unbewussten Führung unseres ‘Höheren Selbst’ überantworten.

    Dazu mehr im folgenden Teil der Reihe ‘Erfolgreich sein, mithilfe des Bauchgefühls’, wenn es um den Glauben an das ‘Höhere Selbst’ und das ‘Seinsfeld’ gehen wird.

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