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    Auszug aus 'Der neue Mitarbeiter'.


    „Sie haben in den letzten Jahren für ein Bestattungsunternehmen gearbeitet, Herr Klein. Was genau war Ihre Aufgabe dort?“

    Klein beugte sich vor, rutschte dabei vor Aufregung fast vom Stuhl, fing sich im letzten Augenblick, indem er sich am Schreibtisch festkrallte, lächelte entschuldigend und sang los: „Wir, mein Kollege Hubert und ich, holten die Entschlafenen ab … selbstverständlich mit dem Auto … wuschen die … äh … Körper und richteten sie her.“

    Wilfried war versucht die Augen zu schließen, sich das zugehörige Orchester vorzustellen und einfach dem Gesang zu lauschen. Stattdessen konzentrierte er sich auf den Neuen.

    „Sie … entschuldigen Sie“, stieß er jäh aus und hielt sich die Hand vor den Mund. Wilfried gähnte ausgiebig, summte im Geiste die letzten Takte aus Tristan und Isoldeund ließ dabei Wolfgang Klein keine Sekunde aus den Augen.

    „Hergerichtet? Größere Eingriffe oder, wie man sagt, das Übliche?“

    „Oh nein!“, flötete Klein entrüstet

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    Ich bin’?

    „Der Geist erkennt denkend das Sein. Und indem er das Sein denkt und erkennt, weiß er zugleich sich selbst. In seinem Denken weiß der Geist sich selbst als Identität von Denken und Sein. Diese Identität ist keine punktuelle Identität, in der der Geist nur seine eigene Existenz erkennt, sondern die vollständige Selbsterkenntnis seines Wesens.“1

    Und:

    „(...) weil ein Nous, der sich täuschte, eben ohne Einsicht, also ohne Nous wäre; ein einsichtsloser Nous wäre ein Widerspruch in sich. Der Geist ist somit der Ort der zweifelsfrei gewissen Wissens: ‘Er muss also immer wissen, darf nichts je vergessen, und sein Wissen darf nicht auf vermuten beruhen, noch zweifelhaft sein, noch auch von einem anderen stammen, von dem er es gleichsam gehört hätte.“2

    Plotins Geist, der denkend das Sein erkundet, ist der bewusste Geist des Homo sapiens, des individuellen Ich bin. Auch wenn er sagt, dass es keine punktuelle Identität und somit ein kosmischer Geist ist, der in der vollständigen

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    Erkenntnis

    Die Wege zur Wahrheit sind vielfältig und so kann jede Schrift, jede Theorie nur Anregung sein zum Pfad des individuellen Weges. Ob Religion, Meditation, mystische Schriften oder wissenschaftliche Theorien dafür hilfreich sind, muss jeder Einzelne für sich entscheiden. Mit anderen Worten: Es gibt nur einen Weg, den persönlichen Weg. Was ihn auf diesen Weg führt, ihn auf der Suche, der Wanderung, begleitet liegt in seinem Wesen begründet; er muss es selbst finden, indem er sich mit sich selbst beschäftigt, den Äußerungen seines Seins nachspürt. Nur über Dich führt der Weg zur Wahrheit. Du bist der Weg und das Ziel. Bedenke: Alles ist 'Eins' und wie innen so außen.

    Wie sagt die Gnosis? Erweckung ist jederzeit möglich. Wer den Weckruf hört erkennt die Wahrheit, bzw. hat sie bereits erkannt.

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    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma?


    Frage:

    Gibt es ein individuelles Karma, dass das Ich bin in einem späteren Leben abtragen muss?


    Frage:

    Gibt es ein 'Ich bin'?


    Frage:

    Wenn nicht! Wozu dann ein Karma, welches das 'illusionäre Ich bin' überdauert?


    Frage: Wenn ja! Welches Karma ist im gegenwärtigen 'Jetzt' gut oder schlecht bzw. eine Wiedergeburt auslösend?


    Tathagata

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    „Meister“, fragte ein Schüler den Tathagata, „welches Ereignis schuf den Kosmos?“

    „Kein Pfad führt zum Ursprung des Kosmos. Deshalb denkt oder meditiert nicht darüber“, antwortete Tathagata. „Für das ‘Ich bin’ gibt es einzig den gegenwärtigen Zyklus des Kosmos und somit weder ein ‘Davor’ noch ein ‘Danach’.“


    „So bedingt Nicht-Wissen die Mannigfaltigkeit der Lehren über den Ursprung des Seins“, folgerte einer der Schüler aus diesen Worten.“

    „Der Kosmos“, sagte Tathagata, „ist wie ein Becher, den ihr, um euren Durst zu stillen, mit Wasser füllt. Er gleicht dem Kessel, mit dem ihr euer Essen bereitet, der Tasche, in der ihr eure Habseligkeiten aufbewahrt. Und so wie jeder von euch den Becher mit anderen Getränken füllen kann, so kocht er unterschiedliche Speisen in seinem Kessel und auch seine Habseligkeiten, die er in der Tasche mit sich trägt, wandeln sich von Tag zu Tag. Der Kosmos ist ein Gefäß, ein Raum von Möglichkeiten, und somit bedingt nicht das Nicht-Wissen die

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    Die Frage nach dem Ursprung des Kosmos bewegt das ‘Ich bin’ und treibt es in seinen Forschungen voran. Eingebettet in den Strom der Evolution bleiben ihm - heute wie in früheren Zeiten - nur das fraglose Akzeptieren, die moderne Wissenschaft oder die mühevolle Rückbesinnung; das Hinterfragen des ‘Jetzt’ im Geiste, die Suche nach dem Sinn und Zweck seines Daseins. Der Ursprung ist kein längst vergangenes, abgeschlossenes Ereignis, er ist jetzt und nur in seiner Ganzheitals Evolution des Kosmos verständlich. Das ‘Ich bin’ vereinigt in sich Ursprung und Gegenwart. Es ist das Produkt des Ursprungs und dessen Evolution. Nur in diesem Licht wird das ‘Ich bin’ begreifbar, erhält sein Dasein Sinn.


    Produktinformation

    • Taschenbuch: 200 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 5 (15. Dezember 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-13: 978-3734730948

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