Blog-Artikel

    Agentur Friedwald - Das etwas andere Unternehmen.

    Neuauflage, mit bisher unveröffentlichten Geschichten.


    Stein nickte erneut, wurde daraufhin wortkarg. Er antwortete knapp, musste sich jedes Wort aus der Nase ziehen lassen, bis er von dem freundlichen Mitarbeiter der Agentur Friedwald erneut gerügt und mit einem vernichtenden Blick abgestraft wurde. Die Fragestunde begann. Nach der dreißigsten Antwort wurde Stein der Prozedur allmählich überdrüssig. Wie zuvor fielen seine Antworten einsilbiger aus und er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken abschweiften, sich angenehmeren Dingen zuwandten. Er sah sich in der Sonne sitzen, ein Eis essen oder gemütlich vor dem Fernseher lagernd, die Beine hochgelegt und eine Tüte Chips auf dem Schoß. Stein verabschiedete sich von Herrn Kiesewetter, nickte ihm dankbar zu, weil ihm die passenden Worte nicht in den Sinn kommen wollten, drückte ihm mit beiden Händen die dargebotene Rechte und schlich auf Zehenspitzen aus dem Büro und

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    Arbeiten zum Essay über Karma I



    Ohne Entstehen, auch ohne Vergehen, nicht ewig, auch nicht abgeschnitten.

    Nicht eines, auch nicht verschieden, ohne Kommen, auch ohne Gehen.


    Korn ist ein Produkt bestimmter Relationen. Es entsteht nicht; es ist, wenn bestimmte Relationen (Bedingungen) gegeben sind. Korn ist deshalb von Anfang an. Es entsteht nicht, auch vergeht es nicht. Sobald die entsprechenden Relationen gegeben sind, ist Korn. Deshalb ist Korn auch nicht Keimling. Keimling benötigt andere Relationen.

    Es entsteht nicht, weil es bei den entsprechenden Relationen, ist. Was nicht entsteht, kann auch nicht vergehen. Deshalb ist es auch nicht ewig, weil von Relationen abhängig und nicht abgeschnitten, weil es, sobald die es bedingende Konstellation gegeben ist, wieder ist.

    Es ist nicht eines, weil es der Reaktionen bedarf und nicht verschieden, weil nur eine Relation es belebt. Es kommt nicht, weil es ist und es geht nicht, weil nur gehen kann was zuvor gekommen ist.


    Nagarjuna

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    Nirvana oder das Wesen des Kosmos:

    Über das Nirvana kann man nicht sagen: 'Dies ist es' oder 'Dies ist es nicht'. Nirvana ist ohne Tod bzw. frei von allem Sterben und jeder Art Vergänglichkeit; es ist Frieden, oder frei von allen bedrückenden Störungen seiner friedlichen Stille, frei von allem Leid; sicher, oder frei von allen Bedrohungen der Sicherheit durch ein äußeres Nicht-Selbst, frei von aller inneren Selbstentfremdung.

    Nirvana das Todlose oder Unsterbliche wird nicht als Abstraktion verstanden, sondern als lebendige Realität, nicht als bloß subjektive Gemütsverfassung, sondern als etwas, das jeden individuellen Geist transzendiert. Ziel ist es, den Menschen aus seiner menschlichen Verfassung zu befreien, absolute Freiheit zu erringen, das Unbedingt (Wesen des Kosmos) zu erkennen. (Das Sanskritwort für Tod lauten mãra). Solange wir an etwas festhalten, müssen wir besorgt und unruhig bleiben.

    Nirvana ist der Kosmos, der Prozess der Schöpfung vom Fundamas bis zu dessen Ende, dem

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    Die erste, uranfängliche Ursache,werden wir nie ergründen.Stets werden wir nacheinem tieferen Grund, bzw.einer Ursache für diese Entwicklung/Theorie suchen, imGegensatz zu den Religionen,die Gott setzen und diesennicht weiter hinterfragen.So bleibt es dabei: Im Anfang war der Kosmos.

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    Gedanken eines Suchenden 1:

    Die Weisen sagen: Jedes Handeln aus dem Ego heraus ist nutzlos. Und: Die Wirkung eines egozentrischen Handelns ist Leid.
    Die Weisen sollten sagen: Jedes Handeln aus dem ‘vermeintlichen’ Ego entspringt der Erhaltung des Leibes; es ist nicht nutzlos. Und: Die Wirkung eines egozentrischen Handelns verursacht nur dann Leid, wenn es das Andere in seiner Individualität nicht achtet.
    Das Ego des Leibes ist analog der Leber oder des Herzens ein Organ des Leibes, das ihm zur Erhaltung seines Daseins dient. Wie könnte es also nutzlos sein bzw. Leid verursachen? Ohne Ego, wäre sowohl der individuelle Leib als auch die Spezies Homo sapiens längst der in zunehmendem Maße sich beschleunigten Außenwelt zum Opfer gefallen. Nur seinem Ego, der Kategorie des ‘Ich bin’, diesem besonderen Organ, verdankt er sein Überleben.

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    „Verlässt das ‘Ich bin’ im Schlaf seinen Leib und kündet der Traum von dessen Erfahrungen oder ist er wie der Frühnebel über den Wiesen und Feldern oder der Rauch des Feuers ein sich schnell auflösendes Gespinst, dessen zufällige Strukturen dem ‘Ich bin’ als Folge von Bildern zur Erscheinung gelangen? Bitte, verehrter Tathagata, belehre mich hierüber“, sprach der Schüler zu Tathagata.

    „Setzt euch zu mir“, antwortete Tathagata freundlich und wies mit der Hand auf den Platz zu seiner Rechten. „Träume sind, wie das unentwegte Gemurmel von Gebirgsbächen, das leise Rascheln der Blätter im Abendwind oder der stete Strom der alltäglichen Geräusche, treue Gefährten des Leibes, und diese Anhänglichkeit wird ihnen zum Schicksal. Das Beständige sinkt leicht zum Gewöhnlichen herab, und wie die Einzigartigkeit der einzelnen Schneeflocke sich im dichten Gewand verliert, in das sie die Natur kleiden, so umhüllt der Leib das Gewöhnliche mit Unsichtbarkeit, damit es dem Ich bin nicht mehr zur

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    Der Schlaf umfasst also alle Züge des Numinosen; er kann Furcht einflößen, aber auch erhabene Gefühle vermitteln. Er ist ein Mysterium und vielleicht der Urzustand des Lebens.

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