Blog Articles

    Wie ich im ersten Teil bereits ausgeführt habe, umfasst der Informationsgehalt des Leibes wesentlich mehr Informationen als dem Ich bin ‘bewusst’ zur Verfügung stehen.

    Es ist allseits bekannt, dass unsere Sinne wesentlich mehr Informationen wahrnehmen, als unser Ich bin bewusst zur Kenntnis erhält. Zahllose Filter sortieren die für uns unbedeutenden Informationen aus, weil sie - aus Sicht des Leibes - für die aktuale Situation nicht erforderlich sind bzw. für das notwendige Tun keine weiteren Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen.

    Zudem verfügt der Informationsgehalt des Leibes über Informationen aus dem kollektiven Gedächtnis des Homo sapiens. Dabei handelt es sich um Erfahrungen - Wissen - usw., die unser Ich bin vor z. B. Gefahren schützen.

    Zu dem bisher Gesagten ein kurzes Beispiel: Wenn wir uns in Gesellschaft befinden, unseren Blick über die Anwesenden schweifen lassen, dabei den einen oder anderen näher betrachten oder uns an einem Gespräch beteiligen,

    Read More

    Die bewusste Wahrnehmung des Ich bin ist ein ‘Spätes’ in der Evolution des Kosmos. Es bedarf, um überhaupt in Erscheinung zu treten, einer hochkomplexen Struktur wie z. B. des Zentralnervensystems, kurz ZNS, des Homo sapiens. „Der Leib ist unser Mittel überhaupt, eine Welt zu haben“1. Diese Erkenntnis von Merleau-Ponty2 weist das Ich bin auf die Grundlage der bewussten Wahrnehmung hin, den Leib. Der Homo sapiens ist evolutionsgeschichtlich zuerst Leib. Und als Leib-Wesen ist er in seiner Wahrnehmung an das Leibliche bzw. physikalisch Reale gebunden. Somit bleibt ihm, zumindest im jetzigen Stadium seiner Entwicklung, die Einheit des Kosmos verborgen; er besitzt wahrnehmungspsychologisch betrachtet einen ‘begrenzten Gesichtskreis’. Ihm liegt damit ein verborgenes Wissen zugrunde, das bedeutsam und unbewusst ist. „Es denkt in mir3. So drückt es Merleau-Ponty aus und fügt hinzu:

    „Wollte ich infolgedessen die Wahrnehmungserfahrung in aller Strenge zum Ausdruck bringen, so müßte

    Read More

    „Gestern, verehrter Tathagata, spracht ihr über den Leib, dass er Geschichten spinnt und webt, wie sie uns im Traum begegnen. Ist somit die gesamte Realität nur Illusion?“, fragte ein älterer Mann Tathagata, dessen Frau mit fremden Zungen redete.

    „Der Leib webt, Wahrnehmung mit Wahrnehmung verbindend“, antwortete Tathagata mit Bedacht auf diese Frage, weil er um dessen leidvolles Schicksal wusste. „Das ist die Art des Geschichtenerfinders, unseres Leibes, der bis auf den heutigen Tag, bis zu der bewussten Wahrnehmung des Ich bin, seine Geschichten webt, um das Ich bin im Dasein zu halten.

    Somit ist nicht die Realität bloße Illusion, sondern die bewusste Wahrnehmung des Ich bin, dessen Erkenntnisse über sie, wie sie ihm zur Erscheinung gelangen. So, wie jedes Organ des Leibes seine speziellen Nährstoffe benötigt, damit es seine Gesundheit erhalten und die ihm übertragenen Aufgaben verrichten kann, bedarf das Organ Ich bin der Geschichten des Leibes. Sie schützen das Ich bin

    Read More

    "Den Weg des Buddha erfahren, heißt,

    sich selbst erfahren.

    Sich selbst erfahren, heißt,

    sich vergessen.

    Sich vergessen, heißt,

    die Welt als reines Objekt erleben."

    Dogen (Die drei Pfeiler des Zen)

    Read More

    Die Menschen der Korruption sind witzig und verleumderisch; sie wissen, dass es noch andere Arten des Mordens gibt, als durch Dolch und Überfall, - sie wissen auch, dass alles Gutgesagte geglaubt wird.

    Nietzsche

    Read More

    Die Evolution des ‚Ich bin‘ wies dem Anfang des Kosmos, unabhängig von der Bezeichnung, vielfältige Bedeutungen zu und es geht diesbezüglich nicht um den Aspekt, ob dieser als das Eine, das Gute, Einheit alles Seienden, unteilbares oder höchstes Prinzip beschrieben wird, sondern einzig um die Tatsache der interkulturellen Ähnlichkeit in der Deutung. Seine Eigenschaften bzw. deren Negation sind ein spätes Produkt der Evolution des Kosmos, die erst mit dem Auftauchen des ‚Ich bin‘ in Erscheinung traten und als verbindendes Glied der Vielfalt der Vorstellungen, gleichsam als das sie konstituierende Allgemeine, einen Anfang postulieren, der ein Jetzt schuf, das zuvor nicht existierte. Die Problematik, welche bei der Beschreibung der Geburt des Kosmos zwangsläufig auftritt, ist der Ausdruck der Individualität des ‚Ich bin‘, und diese bedingt die Mannigfaltigkeit der Theorien, Glaubensrichtungen etc. und führt weit über ein bloßes Missverstehen hinaus, wie die Geschichte der

    Read More

    „Meister“, fragte ein Schüler den Tathagata, „welches Ereignis schuf den Kosmos?“

    „Kein Pfad führt zum Ursprung des Kosmos. Deshalb denkt oder meditiert nicht darüber“, antwortete Tathagata. „Für das ‘Ich bin’ gibt es einzig den gegenwärtigen Zyklus des Kosmos und somit weder ein ‘Davor’ noch ein ‘Danach’.“


    „So bedingt Nicht-Wissen die Mannigfaltigkeit der Lehren über den Ursprung des Seins“, folgerte einer der Schüler aus diesen Worten.“

    „Der Kosmos“, sagte Tathagata, „ist wie ein Becher, den ihr, um euren Durst zu stillen, mit Wasser füllt. Er gleicht dem Kessel, mit dem ihr euer Essen bereitet, der Tasche, in der ihr eure Habseligkeiten aufbewahrt. Und so wie jeder von euch den Becher mit anderen Getränken füllen kann, so kocht er unterschiedliche Speisen in seinem Kessel und auch seine Habseligkeiten, die er in der Tasche mit sich trägt, wandeln sich von Tag zu Tag. Der Kosmos ist ein Gefäß, ein Raum von Möglichkeiten, und somit bedingt nicht das Nicht-Wissen die

    Read More

    Wo das Wort mit absoluter Autorität im Menschen wirkt, ihn durchdringt und von göttlicher Substanzialität erfüllt, sodass dabei die metaphysisch-ontologische Distanz zwischen subjektiven Erkenntnisbedingungen und objektiven Gegebenheiten verschwindet, da verliert auch die quaestio juris, also die für die Metaphysik so entscheidende Frage nach Begründung und Rechtfertigung ihren Sinn, die Frage nämlich, ob das Subjekt in seinem Denken der Wirklichkeit entspricht oder mit ihr übereinstimmt.:!:

    Read More

    Bei den Iden des März (von lateinisch Idus Martii) handelt es sich um eine in vielen Sprachen gebräuchliche Metapher für bevorstehendes Unheil, die auf die Ermordung Gaius Iulius Caesars am 15. März des Jahres 44 vor Christus Bezug nimmt.

    Nach Plutarch warnte der Augur Titus Vestricius Spurinna Caesar am Tage vor dem Anschlag mit den Worten: „Cave Idus Martias“ (deutsch: „Hüte dich vor den Iden des März“).

    Iden wurden Festtage genannt, die im römischen Kalender in der Monatsmitte liegen. Im Martius (März) sowie in den Monaten Maius, Quintilis und October fielen sie auf den 15., in den anderen Monaten auf den 13. Tag des Monats.

    Read More