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    Wenn z. B. drei Begründungen für eine Wahrheit existieren, ist die Wahrscheinlichkeit, das die Wahrheit. eine grundlegende bzw. umfassende Wahrheit darstellt, weniger wahrscheinlich, als wenn nur eine Begründung die Wahrheit explizit beschreibt, bzw. diese begründet.

    Wahrheit an sich existiert nicht. Wahrheit ist individuell und rekrutiert sich aus dem Umfeld des jeweiligen Individuums, dessen kulturellem Umfeld, Überzeugungen etc.

    Folglich lässt sich der Kosmos, dessen Ursprung und Evolution, nur anhand von Wahrscheinlichkeiten beschreiben, die für oder gegen eine These, einen Glauben, etc. sprechen oder zu beweisen suchen.

    Je öfter eine bestehende, individuelle Wahrheit neu begründet werden muss, desto näher kommt sie ihrem Zusammenbruch bzw. wird in eine neue, umfassende Theorie eingebunden oder geht aus ihr mit Notwendigkeit hervor.

    Es geht somit nicht um wissenschaftliche Beweise (Falsifizierbarkeit, mathematische oder experimentelle Beweisbarkeit), sondern um die individuelle

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    Scheint in der aktuellen Corona-Situation ebenfalls so!


    Wo das Wort mit absoluter Autorität im Menschen wirkt, ihn durchdringt und von göttlicher Substanzialität erfüllt, sodass dabei die metaphysisch-ontologische Distanz zwischen subjektiven Erkenntnisbedingungen und objektiven Gegebenheiten verschwindet, da verliert auch die quaestio juris, also die für die Metaphysik so entscheidende Frage nach Begründung und Rechtfertigung ihren Sinn, die Frage nämlich, ob das Subjekt in seinem Denken der Wirklichkeit entspricht oder mit ihr übereinstimmt.

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    „Was ist der Sinn eines Steines?“, wollte Tathagata von seinen Schülern als Antwort auf seine Frage wissen, und als er zahlreiche Gedanken gehört hatte, sah er die Ratlosigkeit in ihren Gesichtern, worin denn in Wahrheit, bei der Vielzahl an unterschiedlichen Antworten, der Sinn des Kosmos begründet ist.

    „Höret!“, sprach er. „Sinn oder Unsinn, Wahrheit oder Lüge, Gerechtigkeit oder Unrecht, sind begriffliche Urteile des Ich bin und ebenso der Entwicklung unterworfen wie er selbst. Was in früherer Zeit als gerecht erschien, gilt heute als Unrecht, und wie schnell wird die Wahrheit als Lüge entlarvt und wandelt sich Sinnvolles in Unsinn. Ergibt Unsinn, wenn er uns im Spiel erfreut, nicht Sinn? Besitzt nicht jegliches Ding zwei Seiten? Und welche von den möglichen zwei Seiten ist gut oder böse, sinnvoll oder verwerflich?“

    „Gut ist, was die Gemeinschaft fördert!“, rief ein Schüler und ein anderer war der Meinung: „Wer urteilt denn darüber, ob etwas gut oder böse sei?“

    „Das ‘Ich bin

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    „Aber was ist die Wahrheit, verehrter Tathagata?“


    „Der Kosmos“, antwortete Tathagata, „gleicht dem Menschen, der geboren wird, altert und stirbt. So wie das individuelle Ich bin sein Dasein vom Kind zum Greis vollzieht, so schreitet das Seinsfeld in seiner Entwicklung vom Niederen zum Höheren fort und demselben Gesetz unterliegt der Kosmos, dessen Transformation das Seiende in seiner Mannigfaltigkeit bedingt wie sein Fortschreiten auf dem Pfad vom Einfachen zum Komplexen.“


    „Wahrlich einfach ist die Wahrheit, verehrter Tathagata, und zugleich verschlossen wie der Mund eines Mannes, der ein Schweigegelöbnis ablegte.“

    „Er hat wahr gesprochen“, sagte ein anderer Schüler. „Ein Mirakel scheint mir die Wahrheit.“ Tathagata hob die Hand und mahnte zur Ruhe.


    Fortsetzung folgt.

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    Die Furcht vor dem Corona-Virus, diesem Numinosen, entspringt der Zeit bzw. Entwicklungsstufe, als das ‘Ich bin’ sich zu entwickeln begann, es schwach war, träumend und nur für kurze Zeit aus dem Unbewussten, dem Dunkel des Nichtseins, auftauchte. Furcht vor der Auflösung (Auslöschung) des ‘Ich bin’ ist Furcht vor dem Nicht-Sein, der Willkür des blinden Schicksals, welche das ‘Ich bin’ jederzeit vernichten kann. Trotzdem oder gerade deshalb zieht ihn das Unbewusste, der Corona-Virus an und dieser Drang bzw. die Furcht, durch ihn den Tod bzw. die Auslöschung zu erleiden, stürtzt das 'Ich bin' in Hoffnungslosigkeit und panisches Verhalten, auch wenn es jeder Vernunft entbehrt.

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    Wo das Wort mit absoluter Autorität im Menschen wirkt, ihn durchdringt und von göttlicher Substanzialität erfüllt, sodass dabei die metaphysisch-ontologische Distanz zwischen subjektiven Erkenntnisbedingungen und objektiven Gegebenheiten verschwindet, da verliert auch die quaestio juris, also die für die Metaphysik so entscheidende Frage nach Begründung und Rechtfertigung ihren Sinn, die Frage nämlich, ob das Subjekt in seinem Denken der Wirklichkeit entspricht oder mit ihr übereinstimmt.

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