Blog-Artikel

    Jetzt zum Download bereit!


    Die Welt versinkt hinter Erinnerungen. Das Geräusch meiner Schritte bleibt hinter mir zurück, verliert sich in dem Gassengewirr der Altstadt. Die wenigen Passanten, die meinen Weg kreuzen, verflüchtigen sich zwischen Nacht und Regen, und das Klicken ihrer Absätze reiht sich ein in den Takt der Zeit.

    Ein Gefühl der Einsamkeit steigt in mir, bemächtigt sich meiner Gedanken und überantwortet mich dem Nichts. In diesem Moment empfinde ich die Welt als neutral – jenseits von Gut und Böse; hier wird mein Leid erträglich, weil es keine Antwort fordert.

    Ein Schlag gegen den Arm wirft mich einen Schritt seitwärts.

    „He, Alter! Hast dir wohl einen zuviel hinter die Binde gekippt.“ Anschließend Gelächter und ein Riß im Gefüge der Einsamkeit. Vor einem Schaufenster bleibe ich stehen und warte, bis die Gruppe Jugendlicher in der gegenüberliegenden Gasse verschwindet.

    „Was wißt ihr schon ...“, murmle ich, einen Nikolaus betrachtend, der mir dämonisch grinsend

    Weiterlesen


    Drama in vier Teilen.


    Unsterblichkeit – Also nichts ist nach dem Tode? Allerdings bis du alles, so ist, wenn du stirbst, nach dem Tode Nichts; bist du aber nicht alles, so bleibt nach dem Tode noch alles übrig, was du nicht gewesen. Damit ist alles gesagt!

    Ludwig A. Feuerbach

    Ein an Krebs Erkrankter kann sich nicht damit abfinden, in naher Zukunft aus dem Leben zu scheiden, weil seine Krankheit schon sehr weit fortgeschritten ist. Er trägt sich deshalb mit dem Gedanken, sich so lange einfrieren zu lassen, bis Methoden erfunden worden sind, die ihm ein Weiterleben ermöglichen. Er kommt bei den Vorüberlegungen zu diesem Entschluss mit seiner Frau in Konflikt, die eine andere Auffassung über das Fortleben nach dem Tod vertritt. Aber erlässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Als er nach Jahrzehnten wieder aus dem Tiefkühlschlaf erwacht, erwarten ihn unvorhersehbare Komplikationen....

    Weiterlesen

    Strukturen des Kosmos bzw. des Unbewussten: Friedrich Nietzsche gelangte in der Zeit vor seinem Zusammenbruch zu der Erkenntnis: ‘Eigentlich habe ich immer von mir geschrieben’. Mit anderen Worten: Schreiben war und ist Dialog des ‘Ich bin’ mit dem es Bedingenden. Wie ist das zu verstehen? Beweggrund für eine Arbeit ist entweder eine Idee (Roman) oder eine Thematik (Sachbuch), die, nach mehr oder weniger umfassender Recherche niedergeschrieben wird. Im Vordergrund des Romans steht die Idee, Handlung usw., und ich bin der Überzeugung, dass im Verlauf der Niederschrift bei jedem Autor unbewusste Inhalte einfließen. In welchem Umfang, hängt von der Akribie ab, mit der er die Sätze konstruiert. Dennoch offenbart, sofern man sich die Mühe macht, jeder Roman oder Text Strukturen, die die Vergangenheit ins Licht der Wahrnehmung des ‘Ich bin’ treten lassen. Betrachten wir in diesem Zusammenhang die Märchen der Völker, ihre Mythen und die daraus erschlossene Mystik, so wird ein Weg

    Weiterlesen

    Erfolgreich sein im Leben, mit Hilfe des Bauchgefühls

    Auszug aus dem Seminar 'Erfolgreich sein im Leben, mit Hilfe des Bauchgefühls'.


    Die verschiedenen Arten des Gedächtnisses sind evolutionär bedingt und führen von der einfachen Berührungswahrnehmung des Einzellers, die eine Richtungsänderungbewirkt, über das instinktive Verhalten der Tiere, basierend auf erlernten Programmen und Verhaltensweisen wie z. B.: Nestbau, Jagdverhalten etc., bis zu der bewussten Wahrnehmung des Homo sapiens. Stets jedoch werdenInformationen der Außenwelt mit Informationen der Innenwelt, des Informationsgehaltes, über den Prozess der Wechselwirkung zu einer umfassenden Einheit transformiert, welches dann als Ereignis in der Realitätzur Erscheinung kommt.

    Dazu Merleau-Ponty:

    „Der Raum ist das Unbewusste des Leibes ebenso wie der Leib das Unbewusste des Denkens ist“1.

    Und an anderer Stelle.

    Es ist der Leib, der schweigend hinter meinen Worten und Handlungen steht“2.

    Der Leib ist vor der bewussten

    Weiterlesen

    Glaubte den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle dienend anerkennt habt.

    Buddha

    Weiterlesen

    "Wir werden uns nachgerade an den Gedanken gewöhnen müssen, daß wir (fast) alle zur Heiligkeit nicht taugen. Wäre es anders, stünden wir mit Mutter Teresa auf den Straßen Kalkutas, wäre es anders, wären unsere Reihenhäuser voll mit den Armen dieser Welt und nicht mit Büchern über die Ursachen der Armut der Welt."

    Riehl-Heyse

    Weiterlesen

    Agentur Friedwald - Das etwas andere Unternehmen.

    Neuauflage, mit bisher unveröffentlichten Geschichten.


    Stein nickte erneut, wurde daraufhin wortkarg. Er antwortete knapp, musste sich jedes Wort aus der Nase ziehen lassen, bis er von dem freundlichen Mitarbeiter der Agentur Friedwald erneut gerügt und mit einem vernichtenden Blick abgestraft wurde. Die Fragestunde begann. Nach der dreißigsten Antwort wurde Stein der Prozedur allmählich überdrüssig. Wie zuvor fielen seine Antworten einsilbiger aus und er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken abschweiften, sich angenehmeren Dingen zuwandten. Er sah sich in der Sonne sitzen, ein Eis essen oder gemütlich vor dem Fernseher lagernd, die Beine hochgelegt und eine Tüte Chips auf dem Schoß. Stein verabschiedete sich von Herrn Kiesewetter, nickte ihm dankbar zu, weil ihm die passenden Worte nicht in den Sinn kommen wollten, drückte ihm mit beiden Händen die dargebotene Rechte und schlich auf Zehenspitzen aus dem Büro und…

    Weiterlesen