Blog-Artikel

    Agentur Friedwald - Das etwas andere Unternehmen.

    Neuauflage, mit bisher unveröffentlichten Geschichten.


    Stein nickte erneut, wurde daraufhin wortkarg. Er antwortete knapp, musste sich jedes Wort aus der Nase ziehen lassen, bis er von dem freundlichen Mitarbeiter der Agentur Friedwald erneut gerügt und mit einem vernichtenden Blick abgestraft wurde. Die Fragestunde begann. Nach der dreißigsten Antwort wurde Stein der Prozedur allmählich überdrüssig. Wie zuvor fielen seine Antworten einsilbiger aus und er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken abschweiften, sich angenehmeren Dingen zuwandten. Er sah sich in der Sonne sitzen, ein Eis essen oder gemütlich vor dem Fernseher lagernd, die Beine hochgelegt und eine Tüte Chips auf dem Schoß. Stein verabschiedete sich von Herrn Kiesewetter, nickte ihm dankbar zu, weil ihm die passenden Worte nicht in den Sinn kommen wollten, drückte ihm mit beiden Händen die dargebotene Rechte und schlich auf Zehenspitzen aus dem Büro und…

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    „Höret! Verkündet ein weiser Mann, dass ihm die Erleuchtung den Pfad zum kosmischen Bewusstsein vor Augen geführt hat, so geht beruhigt eures Weges; die Wahrheitkann dieser weise Mann euch nicht lehren. Ich sage euch, die Wahrnehmung des Leibes ist auf das Seinsfeld, das Umfassende der Spezies Homo sapiens begrenzt. Wie der Vogel kein Wissen über die Evolution seiner Art, diephysikalischen Voraussetzungen, die ihm das Fliegen ermöglichen, besitzt, weil es ihm - selbst wenn wir es ihm vermitteln könnten - zu fremdartig ist und somit nicht sinnvoll in dessen Wahrnehmung integriert werdenkann, so ist es dem Homo sapiens nicht gegeben, das Wesen des Kosmos zu erschauen.“

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    Der Daoismus (chinesisch 道教, Pinyin dàojiào ‚Lehre des Weges‘), gemäß anderen Umschriften auch Taoismus, ist eine chinesische Philosophie und Weltan- schauung und wird als Chinas eigene und authentische Religion angesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jahrhundertv. Chr., als das Daodejing (in älteren Umschriften: Tao te king, Tao te ching, u. a.) des Laozi (Laotse, Lao-tzu) entstand. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Daoismus)


    Schmetterlingstraum:

    „Einst träumte Zhuāng Zhōu [莊周], dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Zhuāng Zhōu. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Zhuāng Zhōu. Nun weiß ich nicht, ob Zhuāng Zhōu geträumt hat, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Zhuāng Zhōu sei."

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    Wenn auf Erden alle das Schöne als schön erkennen,

    so ist dadurch schon das Häßliche gesetzt.

    Wenn auf Erden alle das Gute als gut erkennen,

    so ist dadurch schon das Nichtgute gesetzt.

    Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander.

    Schwer und Leicht vollenden einander.

    Lang und Kurz gestalten einander.

    Hoch und Tief verkehren einander.

    Stimme und Ton sich vermählen einander.

    Vorher und Nachher folgen einander.





    Also auch der Berufene:

    Er verweilt im Wirken ohne Handeln.

    Er übt Belehrung ohne Reden.

    Alle Wesen treten hervor,

    und er verweigert sich ihnen nicht.

    Er erzeugt und besitzt nicht.

    Er wirkt und behält nicht.

    Ist das Werk vollbracht,

    so verharrt er nicht dabei.

    Und eben weil er nicht verharrt,

    bleibt er nicht verlassen.

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    Der SINN, der sich aussprechen läßt,

    ist nicht der ewige SINN.

    Der Name, der sich nennen läßt,

    ist nicht der ewige Name.

    Nichtsein« nenne ich den Anfang von Himmel und Erde.

    Sein« nenne ich die Mutter der Einzelwesen.

    Darum führt die Richtung auf das Nichtsein

    zum Schauen des wunderbaren Wesens,

    die Richtung auf das Sein

    zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.

    Beides ist eins dem Ursprung nach

    und nur verschieden durch den Namen.

    In seiner Einheit heißt es das Geheimnis.

    Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis

    ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

    Laotse

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    • Wu wei ist - meines Erachtens - die einzig richtig bzw. gesund erhaltende Lebenseinstellung. Dies besagt: Keine Erwartungen in Bezug auf Andere bzw. das Leben selbst, sofern sie nicht durch das Individuum selbsterreichbar bzw. zu verwirklichen sind.
    • Nur bedingt über die Zukunft, das Mögliche nachdenken.
    • Handeln, wenn Tun erforderlich ist.
    • Wahrnehmen, ohne über das Wahrgenommene nachzudenken. Erst wenn sich das unbewusst Wahrgenommene durch Bilder, Gefühle etc. artikuliert, diese als Ausgangspunkt der Betrachtung nehmen.
    • Das Unbewusste ist in Bezug auf die Wahrnehmung wesentlich effektiver (Bauchgefühl) und deshalb sollte das Ich bin nur dem aus dem Unbewussten Aufscheinenden seine Aufmerksamkeit schenken bzw. mit ihm arbeiten.

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    Nichts in der Welt ist weicher und schwächer als Wasser

    und doch gibt es nichts, das wie Wasser

    Starres und Hartes bezwingt

    unabänderlich strömt es nach seiner Art

    daß Schwaches über Starkes siegt

    Starres Geschmeidigem unterliegt

    wer wüsste das nicht?

    doch wer handelt danach!

    (Laotse)

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    Das Problem des Dualismus des Kosmos bzw. des ihn konstituierenden Fundamas ist die mangelnde Vorstellung, der untrennbar miteinander verknüpften Aspekte der dualen Information.Information, die sowohl als materielles als auch informationelles Element besteht, wobei der Prozess des Fundamas bei jedem Transformationsprozess einen Freiheitsgrad in Information bzw. materielles Element oder Ereignis transformiertund die Information über diese Transformation (Ereignis). Die Information über die Transformation, das Ereignis, strukturiert die duale Evolution des Kosmos.

    Freiheitsgrade sind Möglichkeiten (Superposition) die mit jeder Transformation neu aufgespannt bzw. einen Pool an Möglichkeiten erzeugen, von denen die für den Erhaltder Entität optimale Transformation (Tun/Denken) ausgeführt wird.

    Die Beschleunigung des Prozessgeschehens bewirkt, das der Pool an Möglichkeiten, der das Tun der Entität bestimmt, zunehmend verringert wird und dadurch - obschon stets dieoptimale Möglichkeit

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