Blog-Artikel aus der Kategorie „Prosa“

    Leseprobe: Seelen- Heil Ein Friedpark Roman.


    „Wie jetzt? Wo bin ich da hineingeraten?“ Die Frage stellte er sich heute nicht zum ersten Mal. Dann entdeckte er Horst Müllerschön, oder wie er sich in Künstlerkreisen nannte, Piggy Stardust. „Die Besten immer zuerst“, rezitierte er. „Horst ... Ich hatte ja keine Ahnung. Wann haben wir uns zuletzt gesehen?“ Er überlegte und ließ dabei seinen Blick über die korpulente Gestalt seines Jugendfreundes wandern. „Du warst in den 80er Jahren der Geheimtipp. Überall hast du das Publikum mit deinen Papierpuppen begeistert. Die Aufführung bei den Bergers!“ Wie im Zeitraffer lief der damalige Abend auf seiner inneren Leinwand ab.

    Dreißig Minuten benötigte Piggy Stardust, um seine aus buntem Papier gefertigte Miniaturstadt aufzubauen, während die Partygäste erst atemlos und mit erwartungsvoller Spannung auf den Beginn der Darbietung warteten und dann mit abnehmender Geduld leise zu tuscheln anfingen, um die Wartezeit zu überbrücken.

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    Agentur Friedwald - Das etwas andere Unternehmen.

    Neuauflage, mit bisher unveröffentlichten Geschichten.


    Stein nickte erneut, wurde daraufhin wortkarg. Er antwortete knapp, musste sich jedes Wort aus der Nase ziehen lassen, bis er von dem freundlichen Mitarbeiter der Agentur Friedwald erneut gerügt und mit einem vernichtenden Blick abgestraft wurde. Die Fragestunde begann. Nach der dreißigsten Antwort wurde Stein der Prozedur allmählich überdrüssig. Wie zuvor fielen seine Antworten einsilbiger aus und er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken abschweiften, sich angenehmeren Dingen zuwandten. Er sah sich in der Sonne sitzen, ein Eis essen oder gemütlich vor dem Fernseher lagernd, die Beine hochgelegt und eine Tüte Chips auf dem Schoß. Stein verabschiedete sich von Herrn Kiesewetter, nickte ihm dankbar zu, weil ihm die passenden Worte nicht in den Sinn kommen wollten, drückte ihm mit beiden Händen die dargebotene Rechte und schlich auf Zehenspitzen aus dem Büro und

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    Auszug aus 'Der neue Mitarbeiter'.


    „Sie haben in den letzten Jahren für ein Bestattungsunternehmen gearbeitet, Herr Klein. Was genau war Ihre Aufgabe dort?“

    Klein beugte sich vor, rutschte dabei vor Aufregung fast vom Stuhl, fing sich im letzten Augenblick, indem er sich am Schreibtisch festkrallte, lächelte entschuldigend und sang los: „Wir, mein Kollege Hubert und ich, holten die Entschlafenen ab … selbstverständlich mit dem Auto … wuschen die … äh … Körper und richteten sie her.“

    Wilfried war versucht die Augen zu schließen, sich das zugehörige Orchester vorzustellen und einfach dem Gesang zu lauschen. Stattdessen konzentrierte er sich auf den Neuen.

    „Sie … entschuldigen Sie“, stieß er jäh aus und hielt sich die Hand vor den Mund. Wilfried gähnte ausgiebig, summte im Geiste die letzten Takte aus Tristan und Isoldeund ließ dabei Wolfgang Klein keine Sekunde aus den Augen.

    „Hergerichtet? Größere Eingriffe oder, wie man sagt, das Übliche?“

    „Oh nein!“, flötete Klein entrüstet

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    Leseprobe ‘Seelen-Glv-schopf.de/index.php?attachment/68/ück’

    Ein Friedpark Roman

    von

    Volker Schopf


    „Hell und sauber“, gestand Käthe dem Unternehmen zu. „So ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe.“ Sie rückte ihre Frisur zurecht, überprüfte den Sitz ihrer Kleidung, deren Farbe Erinnerungen an Nebel über ausgedehnten Moorgebieten wachrief, der das Land unter sich begräbt wie Erde die Verstorbenen. „Wenn Franz wüsste ...“, flüsterte ihre innere Stimme, die der moralischen Erziehung ihrer Kindheit verpflichtet ist, die Käthe als rückständig, nicht mehr zeitgemäß, betrachtete und deshalb geflissentlich überhörte.

    Mehr? Leseprobe:

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    Einst, zu einer Zeit, welche auf Fanga das magische Zeitalter genannt wurde, lebte in derKönigsstadt Mekbur ein junger Dieb namens Ibar. Mekbur war für fangalische Verhältnisseeine große, ja riesige Stadt und dies war nur einer der Gründe, weshalb es innerhalb ihrerstarken Mauern so viele Diebe gab. Aber Mekbur besaß noch andere Besonderheiten. Die Häuser waren dort so eng aneinandergebaut wie sonst nirgends auf Fanga und sie wanden sich über mehrere Stockwerke in denblauen Himmel. Zusätzlich, als wolle sie die Diebe in ihrem Bestreben, reich zu werden,unterstützen, gab es tief unter ihr ein ausgedehntes Höhlensystem.So war es also nicht verwunderlich, daß gerade In Mekbur die Zunft der Diebe ungewöhnlichviele Mitglieder zählte, zumal in der Königsstadt viele reiche Händler und wohlhabendeKönigstreue wohnten.

    Der geschickteste Dieb von allen war Ibar. Er war weit über die Grenzen des Reiches hinaus bekannt und es gab weit und breit keinen Jungen, der nicht davon träumte, einmal

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    Die Welt versinkt hinter Erinnerungen. Das Geräusch meiner Schritte bleibt hinter mir zurück, verliert sich in dem Gassengewirr der Altstadt. Die wenigen Passanten, die meinen Weg kreuzen, verflüchtigen sich zwischen Nacht und Regen, und das Klicken ihrer Absätze reiht sich ein in den Takt der Zeit.

    Ein Gefühl der Einsamkeit steigt in mir, bemächtigt sich meiner Gedanken und überantwortet mich dem Nichts. In diesem Moment empfinde ich die Welt als neutral – jenseits von Gut und Böse; hier wird mein Leid erträglich, weil es keine Antwort fordert.

    Ein Schlag gegen den Arm wirft mich einen Schritt seitwärts.

    „He, Alter! Hast dir wohl einen zuviel hinter die Binde gekippt.“ Anschließend Gelächter und ein Riß im Gefüge der Einsamkeit. Vor einem Schaufenster bleibe ich stehen und warte, bis die Gruppe Jugendlicher in der gegenüberliegenden Gasse verschwindet.

    „Was wißt ihr schon ...“, murmle ich, einen Nikolaus betrachtend, der mir dämonisch grinsend

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    Drama in vier Teilen.


    Unsterblichkeit – Also nichts ist nach dem Tode? Allerdings bis du alles, so ist, wenn du stirbst, nach dem Tode Nichts; bist du aber nicht alles, so bleibt nach dem Tode noch alles übrig, was du nicht gewesen. Damit ist alles gesagt!

    Ludwig A. Feuerbach

    Ein an Krebs Erkrankter kann sich nicht damit abfinden, in naher Zukunft aus dem Leben zu scheiden, weil seine Krankheit schon sehr weit fortgeschritten ist. Er trägt sich deshalb mit dem Gedanken, sich so lange einfrieren zu lassen, bis Methoden erfunden worden sind, die ihm ein Weiterleben ermöglichen. Er kommt bei den Vorüberlegungen zu diesem Entschluss mit seiner Frau in Konflikt, die eine andere Auffassung über das Fortleben nach dem Tod vertritt. Aber erlässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Als er nach Jahrzehnten wieder aus dem Tiefkühlschlaf erwacht, erwarten ihn unvorhersehbare Komplikationen....

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    Agentur Friedwald - Das etwas andere Unternehmen.

    Neuauflage, mit bisher unveröffentlichten Geschichten.


    Stein nickte erneut, wurde daraufhin wortkarg. Er antwortete knapp, musste sich jedes Wort aus der Nase ziehen lassen, bis er von dem freundlichen Mitarbeiter der Agentur Friedwald erneut gerügt und mit einem vernichtenden Blick abgestraft wurde. Die Fragestunde begann. Nach der dreißigsten Antwort wurde Stein der Prozedur allmählich überdrüssig. Wie zuvor fielen seine Antworten einsilbiger aus und er ertappte sich dabei, wie seine Gedanken abschweiften, sich angenehmeren Dingen zuwandten. Er sah sich in der Sonne sitzen, ein Eis essen oder gemütlich vor dem Fernseher lagernd, die Beine hochgelegt und eine Tüte Chips auf dem Schoß. Stein verabschiedete sich von Herrn Kiesewetter, nickte ihm dankbar zu, weil ihm die passenden Worte nicht in den Sinn kommen wollten, drückte ihm mit beiden Händen die dargebotene Rechte und schlich auf Zehenspitzen aus dem Büro und…

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